In Kooperation von

Philipps-Universität Marburg Justus-Liebig-Universität Gießen

Informationen zur Studie

Wer nahm an der Studie teil? Im Jahr 2016 nahmen an der Befragung 53 hessische, Haupt-, Real- und Gesamtschulen und Gymnasien teil. Befragt wurden 2.719 Schüler/innen der Jahrgänge 9 und 10. In der Erweiterungsstudie wurden daraufhin 30 Förderschulen befragt. An der Befragung nahmen 264 Schüler/innen in hessischen Förderschulen mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten teil. Die meisten Befragten waren zwischen 14 und 16 Jahren alt. Die Befragung dauerte jeweils eine Doppelstunde für jede befragte Klasse. Durchgeführt wurde die schriftliche Befragung im Zeitraum Juni 2017 bis Februar 2018.

Durchführung der Studie. Uns ist bewusst, dass es sich bei sexueller Gewalt um ein sensibles Thema handelt. Uns ging es nicht darum, jede mögliche Form sexuelle Gewalt detailliert zu erfragen; vielmehr gaben wir den Schüler/innen die Möglichkeit, selbst entscheiden zu können, ob sie sich bei sensiblen Fragen mit eigenen Worten schriftlich äußern wollen. Bei den Frageformulierungen haben wir auf eine sachliche Sprache geachtet. Begleitet wurde die Befragung von einem Interview-Team, das für diesen Einsatz speziell geschult wurde (von Wildwasser Gießen e.V.). Während der Befragung war für alle Beteiligten eine psychologische Beratungshotline freigeschaltet.

Anonymität und Datenschutz. Durchgeführt wurde eine schriftliche Befragung mit einem Fragebogen. Selbstverständlich wurde die Anonymität aller Beteiligten gewahrt. Wir verzichteten in den Fragebögen auf Angaben zur jeweiligen Schule oder zur konkreten Klasse; auch die Namen der Schüler/innen wurden an keiner Stelle erfasst.

Der Fragebogen war in drei Teile gegliedert. Der erste Teil beschäftigte sich mit allgemeinen Fragen zu Geschlecht, Alter, Schulklima, Gesundheit, zu freiwilligen sexuellen Erfahrungen etc. Im zweiten Teil drehten sich die Fragen um sexuelle Gewalterfahrungen, Beobachtungen und Auswirkungen. Im dritten Teil des Fragebogens wollten wir etwas darüber erfahren, ob sexuelle Gewalt im Unterricht oder in der Clique ein Thema ist und ob die Jugendlichen sich ausreichend informiert fühlen etc.. Es wurden Fragebogenversionen verwendet, die auf die Bedürfnisse der jeweils zu Befragenden eingingen. Das Interviewer/innen-Team bot bei Bedarf individuelle, anonyme Assistenz bei der Bearbeitung des Fragebogens.

Ethikgutachten, Datenschutz und Unterstützer. Zur Studie liegt ein positives Ethikgutachten der Philipps-Universität Marburg vor. Zudem wurde das Verfahren vom Hessischen Datenschutzbeauftragten sowie vom Hessischen Kultusministerium genehmigt. Der Landeselternbeirat von Hessen (Unterstützungsschreiben des LEB) gehörte zu den Unterstützern der Studie, ebenso bat das Hessische Kultusministerium (Unterstützungsschreiben des HKM) um Mitwirkung an dieser Studie.

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