In Kooperation von

Philipps-Universität Marburg Justus-Liebig-Universität Gießen

Tagung zur Studie „Sexualisierte Gewalt in der Erfahrung Jugendlicher-SPEAK!“

Am 12. April 2018 fand in Marburg ganztägig eine Tagung zur Studie SPEAK! als gemeinsame Veranstaltung der Justus-Liebig Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg statt.
Impressionen zur Tagung:

 Grußworte des Prof. Dr. Lorz, Kultusminister   Prof. Dr. Maschke präsentiert die Ergebnisse   Diskussion der Ergebnisse

 

Flyer zum Herunterladen

Das Buch zur Hauptstudie: Maschke, S. & Stecher, L. (2018). Sexuelle Gewalt: Erfahrungen Jugendlicher heute. Weinheim: Beltz

 

Was ist Speak! und worum geht es?

Anlass der Studie. Wir alle, die wir mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, wünschen uns, dass sie in einer sicheren Umgebung aufwachsen und positive Erfahrungen machen, die sie in ihrer Entwicklung stärken. Schulleitungen und Lehrer/innen sind bemüht, Gewalt unter Schüler/innen zu verhindern. Trotz aller Bemühungen machen einige Kinder und Jugendliche Erfahrungen mit sexueller Gewalt in und außerhalb der Schule – und die psychischen Folgen für die Betroffenen wiegen oft schwer. Das ist für uns Anlass zu einer intensiven Auseinandersetzung mit diesem Problem.

Die Studie folgt dem Hessischen Aktionsplan. Darin wird beschrieben:

„Häufig wird in der einschlägigen Literatur ein Mangel an Studien beklagt, die das Vorkommen sexueller Gewalt in Institutionen quantitativ belegen und qualitativ analysieren. Um in Zukunft gezielter gegen sexuelle Gewalt vorgehen zu können, bedarf es sog. Dunkelfeldstudien, die durch gezielte Erhebungen wie z.B. repräsentative Umfragen Aufschluss über Art und Häufigkeit sexueller Gewalt in Institutionen sowie über die Erfahrung mit Beratungs- und Hilfsangeboten auch speziell in Hessen liefern können. Vor dem Hintergrund der Dunkelfeldstudien kann dann das Angebot von Beratungs- und Hilfseinrichtungen bewertet und gezielt erweitert werden.“

Ziel der Studie Speak!. Um wirksam gegen sexuelle Gewalt vorgehen zu können – dazu zählen Hilfsangebote für Betroffene ebenso wie Präventionsmaßnahmen z.B. in der Schule –, müssen wir mehr darüber in Erfahrung bringen, wie häufig sie vorkommt, wer unter welchen Bedingungen zum Ziel sexueller Gewalt wird, wo sexuelle Gewalt verübt wird, wie wir ihr Auftreten erklären können oder welche Folgen sexuelle Gewalt für die Betroffenen hat. Diese Fragen wollten wir mit einer schriftlichen Befragung von Jugendlichen beantworten.

Die Studie hatte nicht zum Ziel, Schulen zu evaluieren. Rückschlüsse auf konkrete Einzelschulen und Klassen sind nicht möglich.

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